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Unsere Photovoltaikanlage

Beschreibung

Übersicht

Unsere Photovoltaikanlage ist seit dem 23. Oktober 2008 in Betrieb und erzeugt Strom aus Sonnenlicht.

Die Anlage soll pro Jahr ca. 6600 kWh Energie erzeugen (rechnerischer Jahresdurchschnitt). Die realen Energiewerte liegen höher und können auf der Seite Jahresdiagramm eingesehen werden.

Installation

Die Bauzeit der Anlage betrug etwa zwei Monate zuzüglich einiger Recherche-, Planungs- und Vorbereitungstagen. Der Bau der Anlage wurde vollständig - mit Ausnahme des Setzens des Einspeisezählers und des zugehörigen Zählerschranks - in Eigenleistung erbracht. An Material verbaut wurden insgesamt 48 Solarpanel, zwei Wechselrichter, 108 Sparrenanker, ca. 400 Schrauben, ca. 80 Meter Montageschienen und ca. 400 Meter Kabel. In unserer Bildergalerie findet ihr ein paar Bilder von der Außenmontage.

Nutzung

Eine Selbstnutzung der erzeugten Energie ist ökonomisch z. Z. noch unrentabel, daher wird die erzeugte Energie vollständig in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Physikalisch betrachtet verbrauchen wir tatsächlich einen Teil der erzeugten Energie sofort selbst, der Rest geht ins Netz und wird wahrscheinlich schon im nächsten Nachbarhaus verbraucht. Das merkt außer dem lokalen Energieversorger niemand. Der braucht die Energie, der von den einzelnen Anlagen - wie der unseren - in das Netz eingespeist werden, nicht vom nächsten Kraftwerk zum Nachbarn transportieren.


Die Anlage ist auch in der Internationale Photovoltaik Datenbank www.sonnenertrag.eu aufgeführt.

 


Technische Daten

Inbetriebnahme:   23.10.2008 10:03
Anlagenbild:  
Standort:   50°12'51” Nord - 8°49'41” Ost - 125m ü.N.N.
Ausrichtung:   196° (~SSW) - 40° Elevation - Aufdachmontage 
Wechselrichter:   2 x SMA SB3800 ESS
 
Module:   48 polykristalline 160 Wp Module von BP-Solar (Typ BP3160).

Sechs Strings á acht Solarmodule.

Je drei dieser String sind parallel geschalten an je einen Wechselrichter angeschlossen.
 
Generator:  
Gesamtleistung:   7,68 kWp Nennleistung
7,15 kWp (90%) garantierte Leistung über 12 Jahre
6,35 kWp (80%) garantierte Leistung über 20 Jahre  
Generatorfläche:  61,6 m² 
Jahresertrag:   6634 kWh (bei 863,8 kWh/kWp)
6176 kWh (90%) garantierte Leistung über 12 Jahre
5485 kWh (80%) garantierte Leistung über 20 Jahre  

 

In eigener Sache

Nicht nur ärgerlich, auch manchmal existenzbedrohend sind Strompreiserhöhungen aufgrund gestiegener EEG-Umlage eine gute Möglichkeit, das Problem und die Ursachen der gestiegenen EEG-Umlage auf diejenigen zu projizieren, die zwar auch zur Strompreiserhöhung beitragen, aber bestimmt nicht in dem Maße wie es in den Medien, der Politik und von den EVUs  immer wieder gerne dargestellt wird.

Siehe dazu "Studie zu Energiekosten - Das Märchen vom teuren Ökostrom".

 

Ja, es stimmt, der Ausbau der Stromversorgung durch regenerative Energien kostet Geld.

Aber: Der Strompreisanstieg von 2000 bis 2013 betrug ca. 14 ct/kWh, die EEG-Umlage ist im gleichen Zeitraum um lediglich 5,3 ct/kWh gestiegen (im Jahre 2011 z.B. lediglich im 0,06 ct/kWh). Damit taugt der Anstieg der EEG-Umlage weniger als jemals zuvor zur üblichen Begründung der Stromversorger für steigende Strompreise. Unschön auch die Tatsache, dass auch herkömliche Energieerzeugung subventioniert wird, dass zahlen wir Stromverbraucher auch - es steht nur noch nicht, wie die EEG-Umlage, als extra Posten auf der Stromrechnung.

Hauptsächlich zum Anstieg der EEG-Umlage - und damit zum Gesamtstrompreis - beigetragen hat auch die 2010 ins EEG eingebrachten zusätzlichen Industrieprivilegien. Der Anteil des privilegierten Letztverbrauchs hat sich beispielsweise von 2012 bis 2014 durch Erhöhung der Anzahl privilegierten Unternehmen von 734 über 1720 auf 2098 fast verdreifacht.

Siehe hierzu "Kurzstudie zur historischen Entwicklung der EEG-Umlage" des Fraunhofer ISE.

 

Die Politik bereitet die Berechnungsgrundlagen für die EEG-Umlage, die Energieversorger legen letztendlich den Strompreis fest.

Strompreiserhöhungen betreffen aber alle Privathaushalte - auch diejenigen, die selbst eine PV-Anlage betreiben. Das macht z. Z. bei einer normalen Hausdachanlage ca. 5% der Einspeisevergütung aus.

Eine PV-Anlage, wie die unsere, wird i. d. R. über Jahre durch die EEG-Einspeisevergütung finanziert. Eine 2008 installierte Anlage armotisiert sich so erst nach 7-10 Jahren, derzeitige Anlagen nach 10-18 Jahren. In der Zwischenzeit treten PV-Anlagenbesitzer durch Eigenkapital und/oder Kredite in Vorleistung und tragen auch das Risiko eines Anlageausfalls selbst.

 

Mehr Zahlen dazu im Dokument "Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland" des Fraunhofer ISE.

 

Die Alternative wäre weiterhin auf Kohle und Atomkraft zu setzen. Leider tauchen die Kosten hierfür (Subventionen der Kohle, Atomkraft) nicht auf der derzeitigen Stromrechnung auf, den z.B. der Rückbau und die Entsorgung (Endlagerung) werden zur Zeit überhaupt nicht berechnet (Rückbau) oder werden vom Steuerzahler über Steuern getragen (Endlager). Würden diese Kosten alle auf den jetzigen Strompreis aufgerechnet, ich möchte den Aufschrei gar nicht hören.

 

Links zu diesem Thema: